Mehr eigenes Leben wagen! - vom „Ich muss“ zum „Ich will!“
- Ellen Kersten
- 18. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen

Vielleicht kennst du das:
Die Anforderungen des „MÜSSENS“ von Außen (Vorgesetzte, Kollegen, Partner, Familie) sind laut.
Viel lauter als die Stimme deiner eigenen Bedürfnisse und dem, was du wirklich willst.
Was aber sind DEINE Bedürfnisse?
Im Innern gibt es Stimmen, die dich hetzen und nicht zur Ruhe kommen lassen.
Manche nennen sie „den inneren Antreiber“ oder „inneren Kritiker“.
Aber wer ist das eigentlich? Bist das wirklich du? Oder sind das verinnerlichte Stimmen von anderen Menschen aus vergangenen Zeiten?
- Es gibt Kontakte/Beziehungen, die rauben dir Energie.
Du gibst viel mehr als du bekommst.
- Du hast Phasen extremer Erschöpfung und du kannst dir nicht erklären warum.
- Du kannst deine Grenzen nicht klar spüren. Andere Menschen überschreiten oft deine Grenzen.
- Du sagst viel zu oft Ja obwohl dein Körper Nein sagt?
Was kann diesen „Energieleck“ - Situationen oder Beziehungen im Heute zugrunde liegen?
Die heutige Wiederholung von früheren unverarbeiteten Erfahrungen passiert größtenteils unbewusst.
Wie bei Lea, 37 Jahre alt (Name geändert):
Lea landet im Heute immer wieder in Beziehungen mit Männern, die ihr nicht gut tun.
Es ist erst die „große Liebe“. Und dann läuft immer wieder ein ähnliches Beziehungsmuster ab.
Lea hat das Gefühl, sie muss um Aufmerksamkeit und Liebe kämpfen. Sie klammert, fühlt sich abhängig.
Die Männer lassen sich emotional nicht in der Tiefe auf die Beziehung ein, so wie es Lea braucht.
Sie ist verzweifelt, erschöpft und leidet unter Verlustängsten.
Ihren Alltag kann sie nicht mehr bewältigen. Landet immer wieder mit Burn-out in Kliniken.
In der Traumatherapie werden Lea Zusammenhänge zwischen erlebten Erfahrungen aus der frühen Kindheit und den Erfahrungen im Heute klar.
Lea ist nach der Geburt mit einer Lungenentzündung auf die Intensivstation gekommen.
Sie war mutterseelenallein. Ihre Eltern waren oft zu Besuch. Aber durchgehend war ein Kontakt nicht möglich.
Lea hat erfahren: meine Bedürfnisse nach Nähe, liebevollen Körperkontakt sind nicht möglich. Ich muss warten. Aushalten.
Sie erfährt Todesangst und tiefen Verlassenheitsschmerz.
Diese furchtbaren Gefühle muss sie als Baby unterdrücken, abspalten. Das ist für sie überlebensnotwendig.
Um zu überleben lernt sie als Baby: Ich muss mich anpassen.
Ich muss warten, aushalten. Meine Bedürfnisse nach Nähe werden nicht beantwortet.
Diese frühe Erfahrung bleibt bis heute im Körper gespeichert.
Als Erwachsene hofft Lea, die Liebe und Nähe, die sie als Baby gebraucht hätte, von Männern zu bekommen.
Sie reinszeniert ihr frühes Trauma im Heute unbewusst immer wieder.
Um endlich rauszukommen aus der früh erlebten Hilflosigkeit und Ohnmacht.
Sie kann in der Traumatherapie ihre schmerzhaften Gefühle zulassen. Kontext zum Ursprung ihrer inneren (bisher unbewussten) Not herstellen.
Alternative liebevolle Erfahrung im Heute machen.
Durch das tiefe Mitgefühl mit sich selbst, gehalten im liebevollen therapeutischen Raum im Heute kann ihre frühe Wunde heilen.
Sie kann die kleine Lea zu sich holen und sich selber um sich kümmern. „braucht“ keinen Mann mehr um ihre frühe Verlassenheit zu heilen.
Sie lernt sich selber zu beruhigen, für sich liebevoll da zu sein. Muss nicht mehr „ausbrennen“, um Liebe von Männern zu bekommen.
So wurde für Lea möglich: welcher Mann passt zu mir – mit wem WILL ich zusammensein?
Das war vor 4 Jahren.
Lea ist heute glücklich verheiratet und hat einen süßen kleinen Sohn. 😊

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